Ein Hydrofoil ist eine Tragfläche unter dem Rumpf: Ab einer bestimmten Geschwindigkeit erzeugt sie Auftrieb und hebt das Schiff aus dem Wasser. Weniger Rumpf im Wasser bedeutet weniger Widerstand – der Energieverbrauch sinkt gegenüber konventionellen Schiffen um bis zu 80 %, und es entsteht praktisch keine Welle. Das passt perfekt zur Elektrifizierung der Schifffahrt, wo Reichweite knapp ist.

Warum Faserverbund hier unverzichtbar ist

Tragflächen und Rumpf müssen extrem leicht und zugleich sehr steif und fest sein – genau die Stärke von Glas- und Carbonfaser-Verbunden. Die Foils tragen das gesamte Schiffsgewicht auf kleiner Fläche und müssen hohe, wechselnde Lasten aushalten. Composite erlaubt dabei auch ein gezieltes Verformungsverhalten und glatte, hydrodynamische Oberflächen.

Was 2026 passiert

  • Rekordfahrt: Eine composite-intensive Hydrofoil-Fähre (Candela P-12) absolvierte rund 160 Seemeilen von Schweden nach Norwegen – die längste Fahrt eines elektrischen Passagierschiffs.
  • Industrialisierung: Thermoplastische Composite-Foils werden für größere Segelyachten (IMOCA-Klasse) hochskaliert.
  • Größere Schiffe: Neue Entwürfe reichen bis zu 40-Meter-Hydrofoil-Arbeitsschiffen.

Gefertigt werden Rümpfe und Foils mit den hochwertigen Verfahren des modernen Bootsbaus: Vakuuminfusion, RTM und automatisierte Faserablage.