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Kuratierte Fach-Dossiers.

Vertiefte Einordnungen zu Werkstoffen, Verfahren und Trends im GFK-Formenbau.

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Metallische Leiter im Laminat: Strom durch die Struktur führen

Ein Kabelbaum ist totes Gewicht: Er trägt nichts, kostet aber Platz und Kilogramm. Naheliegend wäre, den Leiter gleich ins Laminat zu legen und die Struktur den Strom führen zu lassen. Technisch geht das – die Frage ist, was es kostet. Dieses Dossier sammelt, was dazu wirklich gemessen wurde: was ein eingebetteter Leiter die Festigkeit kostet, warum nicht der Strom, sondern die Wärme die Grenze setzt, wie groß die Kontaktkorrosion in Millivolt ausfällt – und warum es für die Werkstatt bis heute keine Verlegeregeln gibt.

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Carbonbeton und Textilbeton: Wenn die Bewehrung aus Faserverbund besteht

Stahl im Beton rostet – deshalb liegt über jeder Bewehrung eine Schicht Beton, die statisch nichts leistet und nur den Korrosionsschutz sichert. Bewehrung aus Carbon- oder Glasfaser braucht diesen Schutz nicht. Das macht Bauteile dünner, leichter und langlebiger, wirft aber neue Fragen auf: Wie überträgt eine glatte Faserstruktur überhaupt Kräfte in den Beton? Warum lässt sich die enorme Festigkeit meist gar nicht ausnutzen? Und was passiert im Brandfall? Dieses Dossier ordnet den Stand ein – von der Tränkung über den Verbund bis zu Zulassung und gebauter Praxis.

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Endlosfaser-3D-Druck: Carbonfaser aus dem Drucker – ehrlich eingeordnet

Endlosfaser-3D-Druck legt durchgehende Carbon-, Glas- oder Aramidstränge gezielt in thermoplastische Druckteile – und verspricht Bauteile, die gefrästem Aluminium Konkurrenz machen. Das Dossier ordnet die Verfahren von Markforged, Anisoprint und 9T Labs ein, stellt den Datenblatt-Bestwerten die nüchterneren Studienwerte gegenüber und zeigt, wo sich die Technik tatsächlich rechnet: nicht als Ersatz fürs Laminat, sondern bei Vorrichtungen, Lehren, Greifern und Werkzeugeinsätzen – gerade im Formenbau.

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Erosionsschutz für Composite-Vorderkanten: vom Hubschrauberblatt zum Galvano-Schild

Die Vorderkante ist die Achillesferse jedes schnell bewegten Composite-Bauteils: Bei Blattspitzengeschwindigkeiten von 80 bis 90 m/s ermüdet gewöhnlicher Regen die Oberfläche von Windrotorblättern binnen weniger Jahre. Die Luftfahrt klebt oder laminiert deshalb seit Jahrzehnten Metallkanten auf, die Windenergie schützt mit Tapes, Softshells und Flüssigbeschichtungen nach genormten Regenerosionstests. Zur Farnborough Airshow 2026 haben Polar Technology und Ultima Forma eine galvanogeformte Schutzschicht als marktreif vorgestellt, die metallische Standzeit mit einem Bruchteil des Titangewichts verbinden soll.

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GFK-Blattfedern und Faserverbund-Federn: der bessere Energiespeicher im Fahrwerk

Fahrwerksfedern gehören zu den letzten Bastionen des Stahls im Auto – dabei speichert kaum ein Werkstoff elastische Energie je Kilogramm so gut wie glasfaserverstärkter Kunststoff. Vier Serienstränge belegen das seit Jahrzehnten: die Corvette-Monoblattfeder, die Volvo-Querblattfeder aus dem High-Speed-RTM, die Transporterfedern von IFC Composite und Mubea sowie die GFK-Schraubenfeder im Audi A6 Avant ultra. Das Dossier erklärt, warum der Werkstoff der bessere Energiespeicher ist, wie die Federn gefertigt werden – und warum sie gutmütiger versagen als Stahl.

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Fiber Steering und Tow Shearing: Fasern folgen dem Lastpfad

Faserverbundbauteile werden fast immer aus geraden Lagen in 0°, ±45° und 90° aufgebaut. Das ist eine Konvention der Fertigung, keine Vorgabe der Mechanik – Kräfte laufen im Bauteil selten geradlinig. Fiber Steering legt Fasern deshalb auf gekrümmten Bahnen ab, entlang der tatsächlichen Lastpfade. Bisher scheiterte das an einer harten Grenze: Ab einem gewissen Kurvenradius wirft das Band Falten. Tow Shearing umgeht diese Grenze, indem es das Band schert statt biegt – und handelt sich dabei eine neue Eigenheit ein, mit der die Konstruktion umgehen muss.

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Impact-Toleranz: BVID, CAI-Prüfung und die 3D-Verstärkung gegen Delamination

Ein fallendes Werkzeug, ein Hagelkorn – außen bleibt oft nur eine flache Delle, innen fächern sich die Lagen großflächig auf. Solche kaum sichtbaren Schlagschäden treffen vor allem die Druckfestigkeit; gemessen wird das im CAI-Versuch (Compression After Impact), der die Restdruckfestigkeit nach einem definierten Schlag beziffert. Die 2026 mit dem Peter-Dornier-Stiftungspreis ausgezeichnete DLR-Forschung zeigt, wie viel weniger 3D-gewebte Preforms nach einem 15-Joule-Impact verlieren. Das Dossier erklärt die Mechanik dahinter, die etablierten 3D-Verstärkungen vom Z-Pinning bis zum Serien-Fanblade – und ihren Preis in der Ebene.

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3D-gedruckte Formen: Wie der große Drucker den Formenbau verändert

Statt eine Form mühsam aus einem Block zu fräsen, wird sie heute zunehmend Schicht für Schicht gedruckt. „Large-Format Additive Manufacturing“ (LFAM) macht große Werkzeuge schneller und materialsparender – wenn man den entscheidenden zweiten Schritt kennt: die Nachbearbeitung.

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Die Ökobilanz der Form: Was das Werkzeug selbst an CO₂ kostet

Die Nachhaltigkeitsdebatte im Faserverbund dreht sich fast immer um das Bauteil – die Form, in der es entsteht, bleibt außen vor. Dabei steckt in Werkzeugstahl, Aluminium oder Epoxid ein erheblicher CO₂-Rucksack, und jeder Heizzyklus erwärmt die gesamte Werkzeugmasse mit. Das Forschungsprojekt SustainTool hat der Nachhaltigkeit im Werkzeugbau eine Methodik gegeben – entwickelt im Spritzguss, in der Denkweise übertragbar auf GFK-Formen. Und am Ende zeigt sich: Standzeit und Reparierbarkeit sind der größte Hebel.

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Recycelbare Boote in Serie: Thermoplast-Infusion statt Polyesterharz

Im Juli 2026 hat das italienische Startup nlcomp in Monfalcone die rFactory eröffnet – ein eigenes Werk für Boote und Großbauteile aus recycelbarem Faserverbund. Zur gleichen Zeit hat die Groupe Beneteau bereits über 40 Serienboote aus dem Thermoplastharz Elium gebaut. Damit verlässt eine Antwort auf eines der größten Umweltprobleme des Bootsbaus die Nische: GFK-Rümpfe, die sich am Lebensende bisher nur schreddern oder verbrennen lassen. Das Dossier ordnet ein, wie die reaktive Thermoplast-Infusion funktioniert, was am Recycling-Versprechen schon belegt ist – und was sich in Form, Werkstatt und Arbeitsschutz konkret ändert.

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Schalen-Rippen-Bauweise: Wenn Rippen den Sandwichkern ersetzen

Eine dünne Schale, gezielt versteift durch Rippen – statt flächig gestützt durch einen Sandwichkern: Dieses Konstruktionsprinzip stammt aus dem Flugzeugbau und kehrt mit thermoplastischen Faserverbunden gerade in neue Anwendungen zurück. Ein aktueller Demonstrator des ITM der TU Dresden zeigt es am Rotorblatt einer vertikalen Kleinwindkraftanlage: Hanffaser-Schalen, Rippen aus recycelter Carbonfaser mit Polypropylen-Matrix, in einem einzigen Pressvorgang gefügt. Das Dossier ordnet ein, wo Rippen Kerne ersetzen können – und was das für Werkzeuge und Reparatur bedeutet.

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Selbstheilende Faserverbunde: Risse, die sich selbst reparieren

Delamination gilt als klassische Schwachstelle von Faserverbunden – und wird sonst mühsam von Hand repariert. Eine Studie der NC State University zeigt 2026 ein Laminat, das diesen Schaden selbst behebt: 1.000-mal hintereinander, per eingebautem Heilmittel und dünnen Heizschichten. Rund 500 Zyklen lang bleibt es dabei sogar zäher als ein fabrikneues Laminat ohne Heilsystem.

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Automatisierte Preform-Fertigung für RTM: Roboter übernehmen das Drapieren

Zwischen dem Zuschnitt trockener Faserlagen und der Harzinjektion liegt ein Schritt, der bis heute meist Handarbeit ist: das Preforming – Lagen ablegen, fixieren, in Form drapieren. Airbus hat diesen Schritt jetzt erstmals in einem eigenen Werk automatisiert in die Serienfertigung gebracht: Eine Roboterzelle des niederländischen Automatisierungsspezialisten Airborne baut in Getafe die Trockenfaser-Vorformlinge für die A350-Rumpfsektion 19 – qualifiziert für die EASA-zertifizierte Produktion und Finalist der JEC Innovation Awards 2026.

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Carbonfaser-Festigkeitsklassen: von T300 bis T1200 verständlich eingeordnet

T300, T700, T1100 – und seit März 2026 T1200: Die Kürzel auf Carbonfaser-Datenblättern bilden eine Leiter aus Standard-, Zwischenmodul- und Hochmodulfasern, deren Spitze gerade neu gesetzt wurde. Die chinesische SYT80 erreicht laut Hersteller über 8.000 MPa Zugfestigkeit. Dieses Dossier ordnet die Klassen ein – und erklärt ehrlich, warum davon in der GFK-Werkstatt fast nichts ankommt.

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Filament Winding: Faserwickeln vom GFK-Rohr bis zum Wasserstofftank

Beim Filament Winding – deutsch Faserwickeln – legt eine Maschine endlose, harzgetränkte Faserstränge in exakt berechneten Winkeln auf einen rotierenden Kern. So entstehen Rohre, Masten und Behälter, deren Festigkeit genau dort sitzt, wo die Last wirkt. Mit dem Boom der Wasserstoff-Druckbehälter vom Typ 3 und 4 erlebt das Verfahren gerade seine stärkste Nachfrage – und der Wickelwinkel ist dabei der eigentliche Konstruktionsparameter.

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NCAMP-Premiere: Erste Harzinfusions-Kombination erhält Luftfahrt-Qualifikation

Zum ersten Mal steht eine komplette Harzinfusions-Kombination in der NCAMP-Datenbank für zertifizierte Luftfahrt-Werkstoffe: das Epoxid-Infusionsharz PRISM EP2400 von Syensqo plus trockene Kohlenstofffaser-Verstärkungen (Gelege und UD-Gewebe) vom Typ Tenax IMS65 von Teijin Carbon, verarbeitet per VARTM-Vakuuminfusion. FAA und EASA erkennen die Kennwerte an. Damit bekommt die Infusion ohne Autoklav erstmals öffentlich zugängliche, konstruktionsreife Werkstoffdaten für die Luftfahrt – und wird zur belastbaren Alternative zum teuren Druckofen.

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Radartransparente Composites: wenn die Wand zum Funk-Bauteil wird

Ein Radom schützt einen Radarsensor und muss zugleich für Radarwellen durchlässig sein. Dafür werden die elektrischen Eigenschaften des Laminats und die Wanddicke so wichtig wie die Mechanik. Warum radartransparente Faserverbunde 2026 zum Wachstumsfeld werden.

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Additive für Harze: Entlüfter, Verlaufsmittel, Thixotropiermittel und Co.

Funktions-Additive steuern Entlüftung, Verlauf, Standfestigkeit, Farbe, UV-Schutz und Brandverhalten von Epoxid- und Polyesterharzen. Dieser Überblick erklärt laienverständlich, was jeder Zusatz bewirkt, welche Dosierung als Richtwert gilt und worauf man bei Wechselwirkungen achten muss – mit klarem Bezug auf den GFK-Formenbau.

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AFP und ATL: automatisierte Faserablage für Serie und komplexe Bauteile

Roboter legen Faserbänder schneller und gleichmäßiger ab als jede Handarbeit. Was Automated Fiber Placement (AFP) von Automated Tape Laying (ATL) unterscheidet, wo welches Verfahren punktet und warum 2026 günstigere Anlagen den Einstieg öffnen.

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Arbeitsschutz im GFK-Formenbau: Gefährdungsbeurteilung, Grenzwerte, Vorsorge

Absaugung und Schutzbrille sind das Ende der Kette, nicht ihr Anfang. Davor stehen Gefährdungsbeurteilung, dokumentierte Substitutionsprüfung, Betriebsanweisung, Hautschutzplan und arbeitsmedizinische Vorsorge – mit einer Zuordnung, die jedem GFK-Gefahrstoff seinen Aufnahmeweg, seinen Grenzwert und sein Regelwerk gibt.

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Vitrimere: Duroplaste, deren Netzwerk sich umlagern lässt

Vitrimere sind kovalent vernetzte Kunststoffe, die ihre Vernetzungspunkte unter Wärme umsortieren, ohne das Netzwerk aufzulösen. Dieses Dossier führt die Bindungstypen, die Temperaturschwelle des Topologie-Gefrierübergangs, die an endlosfaserverstärkten Laminaten gemessenen Werte und die offenen Schwächen zusammen.

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Geflochtene Composites für die Bahn: 83 % leichter als der Stahl-Ausleger

Faserverbund galt lange als zu teuer und zu langsam für Infrastruktur. Bei der Bahn-Elektrifizierung kippt das gerade: Ein geflochtener Oberleitungs-Ausleger aus Glasfaser-Nylon wiegt 277 statt über 1.700 Kilogramm. Zwei unabhängige Projekte zeigen, dass der Hebel nicht das Bauteil ist, sondern alles, was um seine Montage herum wegfällt.

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Brandverhalten von GFK: die wichtigsten Brandschutzklassen verständlich erklärt

Wie GFK brennt, wie man es schwerer entflammbar macht (ATH, halogenfreie und Phenolharze, Intumeszenz) und welche Brandschutznormen wirklich zählen: DIN EN 13501-1 (Euroklassen) und EN 45545-2 (Bahn).

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Hydrofoil-Schiffe 2026: Rekordfahrt der Candela P-12 und die 40-Meter-Klasse

Was die elektrische Foiling-Flotte 2026 vorzuweisen hat: 160 Seemeilen mit der Candela P-12, hochskalierte IMOCA-Foils und Entwürfe bis 40 Meter Länge. Und was ein foilendes Schiff dem Formenbau abverlangt.

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Composite-Schiffspropeller: hydroelastisches Blatt statt starrer Bronze

Der Propeller ist eines der letzten großen Metallbauteile am Schiff. Ein Blatt aus Kohlenstofffaser wiegt nicht nur weniger – es darf sich unter Last gezielt verwinden und führt damit seine Steigung mit. Die eigentlichen Zielgrößen sind Kavitation und Unterwasserlärm. Der Engpass ist die Zulassung: Für ein rotierendes Sicherheitsbauteil aus Laminat existieren weltweit nur drei Klassenregelwerke.

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Composite-Solarmodule: Solarzellen ins Fahrzeugdach einlaminieren

Ein Solarmodul am Fahrzeug ist ein Bauteil der Außenhaut – es muss tragen, dichten und Hagel überstehen. Wie Glasfaser-Deckschichten das Solarglas ersetzen, warum das Harz die Zelle nie direkt berühren darf und was Krümmung und Teilverschattung für den Lagenaufbau bedeuten.

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Composite-Recycling: die Verfahren im Vergleich – mechanisch, Zementwerk, Pyrolyse, Solvolyse

Jedes Verfahren, das die Matrix entfernt, belastet dabei die Faser. Dieser Überblick stellt die Verwertungswege mit ihren Prozessfenstern nebeneinander und beantwortet, welcher Weg zu welchem Fasertyp und welcher Menge passt.

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Faserverbund für Radioteleskope: wenn die Oberflächengenauigkeit zum Funkkennwert wird

Bei einer Antenne ist die gekrümmte Fläche kein Finish, sondern das Bauteil: Wie genau sie getroffen wird, entscheidet über den Gewinn. Am Fall der SKA-Mid-Subreflektoren zeigt sich, wie ein solches Fehlerbudget aufgeteilt wird – über Wärmedehnung, Fügeplan und Metallschicht.

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Design for Disassembly: Faserverbund konstruieren, der sich wieder zerlegen lässt

Recyceln ist gut – sich von vornherein zerlegen zu lassen ist besser. Design for Disassembly ist eine Entwurfsdisziplin: Sie legt fest, wo ein Bauteil später geöffnet wird, welche Baugruppe tauschbar bleibt und welche Werkstoffe sich am Ende noch trennen lassen.

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Digitaler Faden (Digital Thread) und digitaler Zwilling: Wenn die Form mitdenkt

Zwei nominell gleiche Bauteile aus derselben Form können sich unterscheiden – weil Temperatur, Harzfluss oder Faserlage lokal leicht variieren. Digitaler Faden und digitaler Zwilling sollen diese Schwankungen sichtbar und beherrschbar machen. Seit 2026 sind die Begriffe erstmals genormt, was aus zwei Marketingwörtern eine belastbare Grundlage macht.

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Vom Datensatz zur Form: CAD/CAM, 3D-Scan und Reverse Engineering im Formenbau

Bevor die erste Faser fällt, entsteht die Form digital. Zwei Wege führen dorthin: die Konstruktion am Bildschirm oder der 3D-Scan eines vorhandenen Teils. Beide münden in dieselbe Kette aus CAM-Programmierung und Fräsen – und beide haben dieselbe Schwachstelle, nämlich die Frage, wie viel Aufmaß zwischen Bauteil und Form liegen muss.

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eVTOL & Urban Air Mobility: Composite-Strukturen für die Flugtaxis

Elektrische Senkrechtstarter fliegen in einer neuen Luftfahrzeugkategorie: eigene Zulassungspfade bei FAA und EASA, eine Programmrechnung, die erst über Stückzahl aufgeht, und ein Serientakt, den klassischer Aerospace-Formenbau nicht kennt. Was daraus für Werkzeuge und Prozesse folgt.

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Gelcoat oder Topcoat? Der Unterschied und wann du welches brauchst

Gelcoat und Topcoat sehen fast gleich aus und werden ständig verwechselt – mit ärgerlichen Folgen. Kurz gesagt: Gelcoat ist die erste Schicht in der Form, härtet bewusst leicht klebrig und wird überlaminiert. Topcoat ist im Grunde Gelcoat mit Wachs, härtet klebfrei aus und ist der letzte Arbeitsschritt. Dieser Vergleich stellt beide mit Tabelle und klarer Entscheidungshilfe gegenüber.

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Gewebebindung im Vergleich: Leinwand, Köper und Atlas/Satin

Ob ein Gewebe sich willig um eine Rundung legt oder an der Kante Falten wirft, entscheidet nicht das Material allein, sondern die Webart. Leinwand verkreuzt Kett- und Schussfäden eng und sitzt deshalb formstabil, aber steif. Köper (Twill) verkreuzt seltener und lässt sich besser drapieren. Atlas/Satin verkreuzt am wenigsten und schmiegt sich am willigsten an komplexe Wölbungen an, ist dafür aber empfindlich gegen Verzug. Für die meisten GFK- und Carbon-Formenbauer ist Köper 2/2 der praktische Mittelweg.

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GFK-Abfall und Reste richtig entsorgen: der praktische Leitfaden

Harz, Härter, Gelcoat und Aceton sind Gefahrstoffe – falsch entsorgt schaden sie der Umwelt und sind illegal. Ausgehärtetes GFK dagegen ist harmlos. Dieser Leitfaden zeigt, was wohin gehört, welcher Abfallschlüssel gilt und warum der einfachste Trick lautet: flüssige Reste erst aushärten lassen.

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GFK im Bau: Pultrudierte Profile, Fassaden und Brücken

Glasfaser-Profile rosten nicht, sind leicht und tragen erstaunlich viel. Im Bauwesen gewinnen sie strukturell an Bedeutung – lange gebremst allerdings davon, dass die Regelwerke fehlten. Genau das hat sich seit 2024 geändert: Für nichtmetallische Bewehrung gibt es erstmals eine anerkannte technische Regel, und für tragende Profile gilt mit EN 13706 eine europäische Norm mit klaren Mindestwerten.

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GFK bearbeiten: Sägen, Bohren, Schleifen und Fräsen – Werkzeuge, Technik und Staubschutz

Ausgehärteter glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) lässt sich sägen, bohren, schleifen und fräsen – aber er ist ein Sonderfall: Die harten Glasfasern stumpfen normale Werkzeuge schnell ab, das Material neigt zu Faserausriss und Delamination (dem Ablösen einzelner Schichten), und der feine Schleifstaub reizt Atemwege und Haut. Dieses Dossier zeigt, welche Schneidstoffe (Hartmetall, Diamant) sich eignen, mit welchen Richtwerten man möglichst delaminationsfrei bohrt und sauber trennt, wie man Schnittkanten versiegelt – und vor allem, wie man sich mit Absaugung, Atemschutz und Hautschutz richtig vor GFK-Staub schützt. Mit konkretem Praxisbezug zum Formenbau.

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GFK oder CFK? Wann sich Carbon wirklich lohnt – und wann Glasfaser klüger ist

Carbon ist nicht automatisch die bessere Glasfaser, sondern ein Werkstoff mit anderem Charakter. CFK ist vor allem steif und leicht, GFK dagegen elastisch, gutmütig und deutlich günstiger. Die richtige Wahl entscheidet sich nicht am Image, sondern am konkreten Bauteil: Geht es um maximale Steifigkeit bei kleinstem Gewicht, führt am Carbon kein Weg vorbei. Geht es um Schlagzähigkeit, Robustheit, elektrische Isolation oder schlicht um den Preis, ist Glasfaser oft die klügere Lösung – und in vielen Fällen ist ein Hybridlaminat aus beidem der wirtschaftlichste Kompromiss.

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GFK im Fahrzeug- und Tuningbereich: Karosserieteile selbst bauen

GFK und Carbon sind im Tuning beliebt, weil sich Karosserieteile wie Hauben, Spoiler oder Kotflügel selbst in Einzel- und Kleinserie fertigen lassen. Der DIY-Standardweg führt über das Abformen eines Serienteils zu einer Negativform, in der dann mit Gelcoat, Glas- oder Carbongewebe laminiert wird – auf Wunsch als Sichtcarbon oder per Vakuuminfusion. Der Beitrag erklärt den Prozess von Trennmittel bis Lackierung, nennt Gewichtsersparnisse als Richtwerte und gibt einen sinngemäßen Überblick zur Eintragung nach StVZO (ABE/Teilegutachten, Änderungsabnahme nach § 19 Abs. 3 bzw. Einzelabnahme nach § 19 Abs. 2 i. V. m. § 21, Festigkeits-/Materialgutachten, Fußgängerschutz). Industrielle Strukturbauteile sind separat behandelt.

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GFK-Formenbau 2026: Markt, Begriffe und Wertschöpfungskette verständlich erklärt

Was ist GFK-Formenbau eigentlich, welche Begriffe muss man kennen und wie hängen Urmodell, Form und Bauteil zusammen? Dieser Einstieg erklärt die Grundlagen, ordnet den Markt 2026 ein und zeigt, warum die Nachfrage trotz Gegenwind stabil bleibt.

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GFK im Modellbau: Formen und Bauteile selbst herstellen (Einsteiger-Leitfaden)

GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff, also Glasgewebe getränkt in Harz) ist im Modellbau ein Klassiker: Bauteile werden leicht, fest und maßgenau, und eine einmal gebaute Form lässt sich viele Male nutzen. Dieses Dossier zeigt einsteigerfreundlich, wie aus einem Urmodell eine Negativform für kleine Teile entsteht, wie dünne und leichte Laminate gelingen, welche Rolle Trennmittel, Handlaminat und Vakuum spielen und wo die Grenzen gegenüber dem 3D-Druck liegen. Auch der Arbeitsschutz kommt zur Sprache, denn Schleifstaub und Harz sind nicht harmlos. Im Fokus stehen typische Teile wie Rümpfe, Hauben (Cowlings) und Tragflächen aus dem RC-Flug-, Schiffs-, Auto- und Architekturmodellbau.

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GFK im Pool-, Teich- und Beckenbau: laminieren, sanieren und dauerhaft abdichten

GFK macht aus einer rohen Grube oder einem undichten Betonbecken eine fugenlose, monolithische Wanne, die jahrzehntelang dichthält. Der Knackpunkt liegt nicht im Laminieren selbst, sondern in zwei Entscheidungen: dem richtigen Harz für den Dauerwasserkontakt (hydrolysefestes Iso- oder Vinylesterharz statt billigem Standard-Polyester) und einer kompromisslosen Untergrundvorbereitung. Wer beide ernst nimmt, bekommt eine wasserdichte, chlorfeste und reparierbare Oberfläche, die jeder Folie überlegen ist.

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GFK & Composite im Wassersport: Kajak, SUP und Boards

Kajak, SUP-Hardboard, Surf-, Kite- und Wakeboard – kleine Wassersportgeräte sind ein Paradebeispiel für leichten Faserverbund. Wie Schaumkern, Glas- oder Carbongewebe und Epoxidharz zusammenspielen, warum Sichtcarbon mehr als Optik ist und wie sich typische Dings selbst reparieren lassen.

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GFK im Wohnmobil- und Camper-Ausbau: Sandwichkabine bauen, Außenhaut reparieren, leichte Platten selbst laminieren

GFK-Schaum-Sandwich ist im DIY-Camperbau die erste Wahl, wenn es leicht, steif, dicht und langlebig sein soll: Zwei dünne GFK-Deckschichten halten einen geschlossenzelligen Schaumkern auf Abstand und ergeben so eine tragende Wand, die kaum etwas wiegt, gut dämmt und – anders als Holz – nicht vergammelt. Wer Material und Reihenfolge versteht, kann Platten und Möbel selbst laminieren, eine Leerkabine aufbauen und beschädigte Außenhaut zuverlässig wieder instand setzen. Entscheidend sind der richtige Kern, sauber gesetzte Klebefugen und konsequenter Schutz gegen eindringende Feuchte.

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Glasfaser-Sorten im Vergleich: E-, ECR-, C-, AR- und S-/R-Glas

Nicht jede Glasfaser ist gleich. E-Glas ist der preiswerte Standard, ECR-Glas trotzt Säuren, C-Glas schützt Oberflächen, AR-Glas hält im Beton durch und S-/R-Glas liefert Höchstfestigkeit. Dieser Vergleich stellt Zusammensetzung, Festigkeit, Chemiebeständigkeit, Preis und Einsatzgebiete der fünf wichtigsten Glas-Sorten gegenüber – mit klarer Entscheidungshilfe für den Formenbau.

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Graphen als Nano-Additiv im Harz: belegte Wirkung, Füllgrade und die Dispergier-Grenze

Schon Bruchteile eines Prozents Graphen sollen ein Harz fester, wärmeleitend und sogar elektrisch leitfähig machen. Dieses Dossier sortiert, welcher Effekt bei welchem Füllgrad tatsächlich gemessen wurde, warum zwischen Laborrekord und Werkstattergebnis fast immer die Dispergierung steht – und was davon im Formenbau in Reichweite ist.

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Harz richtig lagern & Haltbarkeit (Shelf-Life)

Wie lange Harz und Härter halten, hängt stark vom System ab: Epoxid bleibt ungeöffnet oft 2–3 Jahre oder länger frisch, Polyester und Vinylester dagegen nur Monate. Dieses Dossier erklärt die Unterschiede, die richtige Lagerung (kühl, dunkel, dicht, frostfrei), warum Wärme alles schneller altern lässt, und wie man Kristallisation von echtem Verderb unterscheidet. Wichtig: Lagerzeit (Shelf-Life) ist nicht dasselbe wie Topfzeit. Kristallisiertes Epoxidharz ist meist nicht kaputt, sondern lässt sich im Wasserbad retten. Vor dem großen Job gilt: älteres Material erst mit einem kleinen Probeansatz prüfen.

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Polyester, Vinylester oder Epoxid? Der große Harz-Vergleich

Die Wahl des Harzes ist eine der folgenreichsten Entscheidungen im GFK-Bau: Sie bestimmt Festigkeit, Wasser- und Chemikalienbeständigkeit, Verarbeitung und Kosten. Dieser Vergleich stellt die drei Harzfamilien Polyester (UP), Vinylester (VE) und Epoxid (EP) direkt gegenüber – mit Kennwert-Tabelle und einer klaren Entscheidungshilfe für typische Anwendungen.

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HP-RTM, SMC und BMC: Composite-Serienfertigung mit kurzen Taktzeiten

Wo Tausende Bauteile gefragt sind, zählt die Taktzeit. Geschlossene Hochdruck- und Pressverfahren wie HP-RTM, SMC und BMC bringen Composite in die Großserie – besonders im Automobilbau. Wie die Verfahren funktionieren und was sie unterscheidet.

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Hybrid Tooling: 3D-Druck und Fräsen kombinieren für bessere Formen

Ein gedruckter Formkörper ist schnell da, aber noch keine Form: Die Oberfläche ist rau, das Maß ungenau und die Wand nicht vakuumdicht. Hybrid Tooling schließt diese Lücke, indem Drucken und Fräsen zu einer Prozesskette werden – zunehmend sogar auf derselben Maschine. Entscheidend ist dabei weniger der Drucker als der Werkstoff, aus dem gedruckt wird.

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Intelligente Werkzeuge: Wenn die Form selbst heizt und mitregelt

Aushärten braucht Wärme – und die kostet Zeit und Energie. Beheizte und intelligente Werkzeuge bringen die Hitze dorthin, wo sie gebraucht wird: direkt in die Form. Wie integrierte Heizung und Induktion 2026 Taktzeiten und Energieverbrauch senken.

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Keramische Faserverbundwerkstoffe (CMC): Leichtbau für die Hitze jenseits von GFK und Carbon

GFK und Carbon-Epoxid sind bei einigen hundert Grad am Ende. Wo es heißer wird – in Triebwerken, Bremsen oder Wärmeschutz – kommen keramische Faserverbundwerkstoffe (CMC) ins Spiel: Keramik, die nicht spröde versagt. Deutschland forscht hier vorn mit (Fraunhofer HTL, DLR). Eine Einordnung dieser eigenen Werkstoffklasse und was sie vom klassischen Faserverbund unterscheidet.

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Schaumkern oder Wabenkern? Kernmaterialien im Vergleich

Schaumkern oder Wabenkern? Beide halten die GFK-Deckschichten auf Abstand und machen ein Sandwich steif und leicht – aber auf gegensätzliche Weise. Schaumkerne (PVC, PET, PU, SAN) sind robuste Allrounder: geschlossenzellig, leicht zu kleben, zu drapieren und zu infundieren, kaum feuchteempfindlich, günstig. Wabenkerne (Nomex/Aramid, Aluminium, PP) liefern die höchste Steifigkeit pro Gewicht, brauchen aber Klebefilm oder Prepreg, sind teuer und können Feuchte einschließen. Dieser Beitrag stellt beide direkt gegenüber – mit Richtwerten, Entscheidungsmatrix und Praxisbezug für den Formenbau.

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Nachhaltigkeitsdaten am Bauteil: Ökobilanz, CO₂-Fußabdruck und digitaler Produktpass

Nachhaltigkeit ist im Faserverbund von der Haltung zur Datenlieferung geworden. Gefragt wird nicht mehr, ob sauber gearbeitet wird, sondern nach einer Zahl je Bauteil – nach welcher Norm gerechnet, mit welcher Systemgrenze, mit welchem Anteil gemessener Daten. Dieses Dossier trennt Ökobilanz, CO₂-Fußabdruck und Umweltproduktdeklaration, übersetzt die Felder des digitalen Produktpasses auf ein GFK-Bauteil und ordnet die Termine der Rechtsakte ein, die das auslösen.

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Muss ich tempern? Wann Raumtemperatur reicht – und wann Nachhärten Pflicht ist

Tempern ist keine Pflicht für jedes GFK-Teil, sondern eine gezielte Optimierung. Der Kern: Ein bei Raumtemperatur gehärtetes Epoxid erreicht nur eine Glasübergangstemperatur von rund 50–60 °C (Richtwert) und ist oft nicht vollständig vernetzt – ab dieser Grenze erweicht es. Tempern hebt diese Grenze an und steigert Festigkeit und Maßstabilität. Pflicht wird es, wenn ein Teil später Wärme sieht (Sonne, Motorraum, heiße Medien), wenn es hoch belastet oder maßkritisch ist – und ganz besonders bei Formen und Werkzeugen. Unnötig ist es bei gering belasteten, dekorativen Teilen, die kühl bleiben. Diese Entscheidungshilfe sortiert die Fälle und nennt eine klare Faustregel.

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Flachs statt Carbon: Naturfasern erreichen die Serienfertigung

Pflanzenfasern wie Flachs und Hanf galten lange als Verkleidungsmaterial für die Türinnenseite. Das hat sich geändert: Flachs sitzt inzwischen sichtbar außen an Serienfahrzeugen, und die Kombination aus Bcomp und BMW wurde dafür 2026 mit dem ersten Preis der JEC Composites Innovation Awards ausgezeichnet. Interessant ist dabei weniger die Ökobilanz als das, was Naturfasern mechanisch anders machen als Glas und Carbon.

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Structural Health Monitoring: wenn das Bauteil seinen Zustand selbst meldet

Ein Prüfbericht beschreibt einen einzigen Zustand – den bei der Auslieferung. Structural Health Monitoring verschiebt den Messpunkt in den Betrieb: Faser-Bragg-Gitter und Schallemissionssensoren bleiben im Bauteil und messen weiter. Was sie liefern, was sie an Masse, Austrittsstellen und Fehlalarmen kosten – und wo die wiederkehrende Prüfung die bessere Antwort bleibt.

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Negativform oder Positivform? Die Bauweisen der Formgebung im Vergleich

Negativform oder Direktbauweise? Diese Grundsatzentscheidung prägt Oberfläche, Aufwand und Stückzahl jedes GFK-Bauteils. Der Vergleich zeigt mit Entscheidungsmatrix, wann sich die Hohlform für glatte Serienteile lohnt und wann die schnelle Positivbauweise für Einzelstücke die bessere Wahl ist.

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Osmose-Schutz: Vinylester- oder Epoxid-Sperrschicht?

Beim Osmoseschutz von GFK-Booten konkurrieren zwei Sperrschicht-Systeme: hydrolysefestes Vinylester und besonders dampfdichtes Epoxid. Dieses Dossier erklärt laienverständlich, warum beide besser sperren als ein reines Polyester-Gelcoat, wie sie sich in Wasseraufnahme, Haftung, Schichtdicke und Kosten unterscheiden – und warum sie in der Praxis meist zusammenarbeiten: Vinylester baut Substanz auf, Epoxid versiegelt. Mit Entscheidungsmatrix und klaren Empfehlungen für Neubau und Sanierung.

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Prepreg und Out-of-Autoclave: Hochleistung ohne riesigen Autoklav

Prepregs liefern Spitzenqualität – klassisch im Autoklav, unter 3 bis 7 bar Überdruck. Out-of-Autoclave-Systeme kommen ohne diesen Druckkessel aus und härten allein unter Vakuum. Die Härtetemperatur sinkt dabei aber nicht automatisch mit; das hängt am System. Wie das funktioniert, was es wirklich einspart und wo die Grenzen liegen.

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Pultrusion und Pull-Winding: Endlosprofile aus Faserverbund

Pultrusion zieht Faserprofile am laufenden Meter – mit gleichbleibendem Querschnitt und hoher Qualität. Wie das Verfahren funktioniert, was Pull-Winding ergänzt und warum es für Hochvolumen-Anwendungen so attraktiv ist.

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Recycelte Carbonfaser (rCF): Werkstoff aus dem Kreislauf

Recycelte Carbonfaser (rCF) gewinnt teure Carbonfaser aus Produktionsabfall und Altbauteilen zurück – per Pyrolyse oder Solvolyse. Die Faser behält fast ihre ganze Festigkeit, kommt aber nur kurz und wirr zurück: ideal für Pressmassen, Spritzguss und semistrukturelle Teile, nicht für hochbelastete Endlosfaser-Strukturen. Dafür spart sie massiv Energie, CO₂ und Kosten.

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RTM 4.0: Wie aus dem Spritzverfahren eine digitale Serienfertigung wird

RTM bringt Faserverbund in die Serie: geschlossene Form, eingespritztes Harz, beidseitig glatte Bauteile. Genau diese geschlossene Form ist aber auch eine Blackbox – niemand sieht, wie das Harz fließt und wann es geliert. „RTM 4.0“ heißt: Sensoren machen den Vorgang sichtbar, und irgendwann regelt die Anlage selbst nach.

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Sandwich oder Volllaminat? Die richtige Bauweise wählen

Sandwich oder Volllaminat – diese Grundsatz-Entscheidung prägt Gewicht, Kosten und Reparierbarkeit eines GFK-Bauteils. Der Beitrag erklärt laienverständlich, warum ein Sandwich bei gleichem Gewicht deutlich biegesteifer ist, wo das robuste, leicht reparierbare Volllaminat seine Stärken hat und welche Schwächen das Sandwich bei Wassereintritt und Krafteinleitung mitbringt. Eine Entscheidungsmatrix und konkrete Praxistipps helfen, für Form und Bauteil die passende Bauweise zu wählen.

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Gelcoat, Polyurea oder Polyaspartic? Schutz- und Oberflächenschichten im Vergleich

Drei Schichten, drei völlig verschiedene Rollen: Gelcoat ist die Sichthaut, die in der Form entsteht, Polyurea die ultraschnelle Schutzmembran und Polyaspartic der UV-stabile Decklack. Wer sie verwechselt, baut am Bauteil vorbei. Dieser Vergleich ordnet die drei mit Tabelle und klarer Entscheidungshilfe ein.

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Schwund und Maßhaltigkeit bei GFK verstehen und beherrschen

Beim Aushärten schwindet jedes Harz – Polyester und Vinylester deutlich (Volumenschwund des reinen Harzes grob 5–10 %, Richtwert), Epoxid nur gering (~1–3 %). Ungleichmäßiger Schwund verursacht Print-through, Verzug, Eigenspannungen, Maßabweichung und Einfallstellen über Rippen. Der Artikel erklärt die Ursachen und zeigt die wirksamen Gegenmaßnahmen: Epoxid wählen, Füllstoffe und Low-Profile-Additive, langsam und kühl anhärten plus tempern, symmetrischer Lagenaufbau, steife getemperte Form und ausreichende Nachhärtung.

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Stützkonstruktion und Hinterbau von GFK-Formen: Warum der Rahmen über die Standzeit entscheidet

Die sichtbare Formoberfläche entscheidet über die Optik – der Hinterbau entscheidet über alles andere. Eine reine GFK-Formschale verzieht sich unter ihrem Eigengewicht, unter Vakuumdruck und mit jeder Abformung. Eine durchdachte Stützkonstruktion hält die Form über viele Abzüge maßhaltig, macht sie transport- und handhabbar und nimmt die Wärme aus dem Aushärten auf. Dieses Dossier erklärt das Warum, die gängigen Bauweisen vom Stahlrohrrahmen bis zur Wabe und die Regeln für eine spannungsarme Anbindung.

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Styrolarme und DCPD-Harze: emissionsarm und schwundarm

Ungesättigte Polyesterharze (UP-Harze) enthalten Styrol – und das verdunstet beim Laminieren, riecht stechend und ist gesundheitlich heikel. Styrolarme und LSE-Harze (low styrene emission) senken diese Belastung über weniger Styrol oder eine Paraffin-Sperrschicht. DCPD-modifizierte Harze (Dicyclopentadien) kommen mit weniger Styrol aus, schwinden weniger und liefern glatte, porenarme Oberflächen – sind dafür aber etwas spröder und weniger wärmebeständig. Dieses Dossier erklärt beide Ansätze laienverständlich und zeigt, was sie für den GFK-Formenbau bedeuten.

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Thermoplastische Composite-Rohre (TCP): Hybrid-Flexrohr für die Ultratiefsee

In mehreren Kilometern Wassertiefe stoßen Stahlrohre an Gewichts- und Korrosionsgrenzen. Thermoplastische Composite-Rohre (TCP) sind leicht, rosten nicht und lassen sich aufrollen. Baker Hughes und Strohm wollen daraus bis 2028 ein hybrides Flexrohr für die Ultratiefsee machen.

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Wiederverwendung statt Zerkleinern: Flugzeugbauteile im zweiten Leben

Der zweite Kreislaufweg des Faserverbunds heißt nicht Zerkleinern, sondern Weiterverwenden: Ein ausgebauter Abschnitt wird beschnitten, neu umgeformt und soll als kleineres Bauteil weiterfliegen. Ein Vorhaben von Airbus, Daher, Tarmac Aerosave und Toray zeigt, wie das abläuft – und woran es bis zur Serie hängt.

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Dahers thermoplastische Wing Rib: 64 Lagen, gestanzt und geschweißt

Eine Flügelrippe aus thermoplastischem Composite, gestanzt und verschweißt statt verschraubt: Dahers Wing Rib ist 22 Prozent leichter als die Aluminiumversion, kürzt den Produktionszyklus um ein Viertel und hat den Bauteilversuch bis zur Ultimate Load bestanden.

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GFK-Trennmittel, Vakuumfolien & Co.: die unterschätzten Helfer im Formenbau

Sie landen nie im fertigen Bauteil und entscheiden trotzdem über Erfolg oder Ausschuss: Trennmittel und Verbrauchsmaterialien im GFK-Formenbau. Ein Überblick, was die wichtigsten Hilfsstoffe leisten, wie sich Wachs, PVA und semipermanente Systeme unterscheiden – und warum wiederverwendbare Vakuumaufbauten gerade Fahrt aufnehmen.

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UHMWPE-Fasern (Dyneema/Spectra): ultraleicht und schlagzäh

UHMWPE-Fasern – bekannt unter Markennamen wie Dyneema und Spectra – zählen zu den leichtesten und schlagzähesten Verstärkungsfasern überhaupt: Sie schwimmen auf Wasser und nehmen Stöße auf, statt zu splittern. Der Beitrag erklärt, warum ultrahochmolekulares Polyethylen so fest und leicht ist, welche Kennwerte es auszeichnen und wo im GFK-Formenbau seine Stärken und Grenzen liegen.

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Urmodell-Werkstoffe im Vergleich: MDF, Ureol, Schaum, Gips & Co.

Aus welchem Material baust du das Urmodell – das Positivmodell, von dem du später die Form abnimmst? MDF, Ureol-/PU-Board, Hartschaum, Gips, Holz und Clay haben sehr unterschiedliche Stärken bei Bearbeitbarkeit, Oberfläche, Maßhaltigkeit, Hitzefestigkeit und Kosten. Dieser Vergleich ordnet die Werkstoffe ein und zeigt, welcher zu welchem Projekt passt.

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Handlaminat, Vakuuminfusion oder RTM? Die Verfahren im Vergleich

Dasselbe Material, drei Wege – mit sehr unterschiedlichem Ergebnis: Das Fertigungsverfahren ist der größte Hebel für Qualität, Gewicht und Kosten eines Faserverbund-Bauteils. Dieser Vergleich stellt Handlaminat, Vakuuminfusion und RTM gegenüber und zeigt mit Tabelle und Entscheidungshilfe, wann welches Verfahren das richtige ist.

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CSM, Gewebe oder Gelege? Glasfaser-Halbzeuge im Vergleich

Schnittmatte, Gewebe oder Gelege – die Verarbeitungsform der Faser entscheidet über Festigkeit, Gewicht und Verfahren mindestens so stark wie die Faser selbst. Dieser Vergleich stellt die drei wichtigsten textilen Halbzeuge gegenüber, mit Kennwert-Tabelle und einer klaren Empfehlung für Handlaminat, Infusion und Formenbau.

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Verstärkungsfasern im Vergleich: Glas, Carbon, Aramid, Basalt und Naturfaser

Glas, Carbon, Aramid, Basalt oder Naturfaser – die Faserwahl entscheidet über Festigkeit, Gewicht, Temperaturbeständigkeit und Preis eines Bauteils. Ein praxisnaher Überblick, welche Faser wann sinnvoll ist und warum Hybride immer wichtiger werden.

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Vlieskerne im Vergleich: Coremat, Soric & Lantor als dünne Stützkerne

Dünne Vlieskerne wie Coremat, Soric oder allgemein die Lantor-Produkte sind keine echten Sandwichkerne, sondern harzaufnehmende Stützvliese: Sie bauen mit wenig Laminat schnell Wandstärke auf und steigern dadurch die Biegesteifigkeit – meist nur 1–5 mm dick. Wer flächige Versteifung mit minimalem Aufwand sucht, ist hier richtig; wer maximale Festigkeit pro Gewicht braucht, bleibt bei Schaum, Balsa oder Waben. Die wichtigste Entscheidung vorab: Coremat-Typen für Handlaminat, Soric für Infusion – sie sind nicht beliebig austauschbar.

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Was kostet GFK? Kostenstruktur und Kalkulation für Bauteil und Form

Die Materialkosten für ein einfaches GFK-Bauteil aus Polyesterharz und Glasfaser liegen oft nur im Bereich weniger Euro pro Quadratmeter – der eigentliche Kostentreiber sind selten Harz und Glas, sondern die einmalige Form, das Verbrauchsmaterial und die eigene Arbeitszeit. Wer die Kostenstruktur versteht, kann zuverlässig kalkulieren und die wichtige Frage beantworten: Selbermachen oder fertig kaufen?

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Werkzeugmaterialien im Vergleich: GFK-Form, Tooling Board, Invar & Aluminium

Aus welchem Material soll die Form sein? Die Antwort hängt von Stückzahl, Temperatur, Genauigkeit und Budget ab. Ein Vergleich der wichtigsten Werkzeugmaterialien mit den Zahlen aus den Herstellerdatenblättern – Wärmeausdehnung, Temperaturgrenze und Dichte von der Werkzeugplatte bis zum Invar-Werkzeug.

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Thermoplastische Composites: der Werkstoff, den man wieder einschmelzen kann

Klassische Faserverbunde härten einmal aus und bleiben dann, wie sie sind. Thermoplastische Composites lassen sich dagegen erneut aufschmelzen – und damit schweißen, umformen und im Grundsatz recyceln. Diese eine Eigenschaft verändert die Fertigung mehr als jeder neue Faserwerkstoff, denn sie nimmt die Aushärtung aus der Taktzeit heraus.

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