Schiffspropeller waren jahrzehntelang aus Bronze oder Stahl – schwer, starr und laut. Faserverbund eröffnet hier neue Möglichkeiten: Composite-Propeller sind nicht nur leichter, sie können sich unter Last sogar gezielt verformen und so ihren Anstellwinkel anpassen. Das EU-Projekt CoPropel (geführt von Loiretech mit Partnern aus mehreren Ländern) führt das eindrucksvoll vor.

Was den Composite-Propeller besonders macht

  • 50–60 Prozent leichter als konventionelle Propeller.
  • 12–15 Prozent geringerer Energieverbrauch.
  • geringere Vibration und weniger Unterwasserlärm.
  • höhere Ermüdungsfestigkeit und reduzierte Kavitation durch flexible Verformung.
  • anpassbare Steigung über maßgeschneiderte Faserausrichtung.

Sensorik an Bord: Self-Sensing

CoPropel bettet optische Fasern und Dehnungssensoren direkt in das Blatt ein. So überwacht der Propeller seinen eigenen Zustand laufend (Structural Health Monitoring) – getestet unter Kavitations- und Freifahrtbedingungen. Gefertigt wird per RTM mit robustem Kantenschutz; die Klassifikation begleitet Bureau Veritas. Damit verbindet das Projekt Leichtbau, Energieeffizienz und Zustandsüberwachung in einem Bauteil.